Mit dem Umlaufbeschluss 04/2025 hat die Digitalministerkonferenz (DMK) der Bundesländer einen strategisch wichtigen, bislang jedoch wenig beachteten Schritt vollzogen: Interoperable Datenplattformen werden erstmals explizit als öffentliche Basisinfrastruktur für Staat, Kommunen und die öffentliche Daseinsvorsorge anerkannt.
Das zugrunde liegende Positionspapier der AG Datenplattformen formuliert erstmals gemeinsame Leitplanken für Datenplattformen im öffentlichen Sektor. Dazu zählen u. a. offene Schnittstellen und Standards, der konsequente Einsatz von Open Source, modulare und föderierte Architekturprinzipien, nachhaltige Betriebs- und Governance-Modelle sowie der Vorschlag einer bundesweiten Koordinierungs- und Beratungsstelle für Datenplattformen.
Aus kommunaler Perspektive greift der Beschluss zentrale Herausforderungen auf, die viele Civitas-Connect-Mitglieder aus der Praxis kennen: fehlende Interoperabilität, Lock-in-Effekte, monolithische Plattformansätze und mangelnde Nachnutzbarkeit. Viele der im Papier beschriebenen Prinzipien werden im Entwicklungsverbund rund um CIVITAS/CORE bereits seit Jahren umgesetzt und erprobt.
Civitas Connect hat die Inhalte des DMK-Beschlusses und des Positionspapiers aus kommunaler Sicht eingeordnet und in einem eigenen Positionspapier zusammengefasst.
Wir freuen uns über Rückmeldungen, Diskussionen und den weiteren Austausch zur Ausgestaltung interoperabler, souveräner Dateninfrastrukturen im föderalen Kontext.