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CIVITAS/CORE öffnet die Zusammenarbeit: Mehr Möglichkeiten für Dienstleister und Contributors 

CIVITAS/CORE öffnet die Zusammenarbeit: Mehr Möglichkeiten für Dienstleister und Contributors

CIVITAS/CORE bietet Unternehmen und Dienstleistenden eine offene Softwarebasis für eigene Angebote – von Beratung und Integration über Betrieb und Support bis zur Entwicklung eigener Produkte. Diese Möglichkeiten wollen wir gemeinsam mit dem wachsenden Ökosystem rund um die Plattform ausbauen. Unternehmen und Dienstleistende sollen ihre Erfahrungen aus Kundenprojekten und eigene Entwicklungsleistungen künftig leichter einbringen, neue Funktionen mitentwickeln und eigene Geschäftsmodelle auf Basis von CIVITAS/CORE umsetzen können. 

Den Auftakt machte unser erstes CIVITAS/CORE-Dienstleistertreffen am 12. Oktober 2026 im CityLAB unseres Mitglieds der Senatskanzlei Berlin. Rund 40 Personen aus 24 Unternehmen kamen zusammen, um über die künftige Zusammenarbeit, eine tragfähige Governance und die gemeinsame Softwarepflege zu sprechen.  

Das Interesse war groß: Bereits vor Ort unterzeichneten 15 Unternehmen den Letter of Intent zur Verstetigung von CIVITAS/CORE. Inzwischen unterstützen 21 Unternehmen die Absichtserklärung. 

Rund 40 Teilnehmende tauschten sich in Berlin über die Zusammenarbeit rund um CIVITAS/CORE aus. Einige davon unterzeichneten zudem die Absichtserklärung.

Open Governance und Open Development: Mitgestalten bei klaren Verantwortlichkeiten 

In Berlin wurden Möglichkeiten diskutiert, wie Dienstleister Anforderungen oder auch Entwicklungen aus ihrer Praxis mit CIVITAS/CORE einbringen können. Mit Open Governance und Open Development schaffen wir genau das: transparentere und verbindlichere Wege, um externe Beiträge in die Weiterentwicklung von CIVITAS/CORE einzubinden. Unternehmen können künftig Anforderungen aus ihren Kundenprojekten einbringen, Entwicklungen mit anderen Beteiligten abstimmen und eigene Verbesserungen für die gemeinsame Softwarebasis vorschlagen. 

Ein zentraler Grundsatz bleibt dabei unverändert: Die Entscheidungshoheit über die Roadmap und darüber, welche Änderungen in den CORE übernommen werden, liegt dabei immer bei der CIVITAS/CORE-Community. So bleibt die strategische und technische Steuerung der Plattform in kommunaler Hand, während sich weitere Akteure aktiv an ihrer Weiterentwicklung beteiligen können. 

Besonders große Gestaltungsspielräume für eigene Produkte bieten Add-ons. Mit diesen eigenständigen Zusatzmodulen können Dienstleister CIVITAS/CORE, um Funktionen erweitern und Lösungen für spezifische Kundenanforderungen oder Märkte entwickeln. Da Add-ons außerhalb des gemeinsamen COREs liegen, ist dafür keine Zustimmung der Community erforderlich. Allgemein nutzbare Verbesserungen, die für die gesamte Nutzergemeinschaft relevant sind, können dagegen nach dem Grundsatz „Upstream first“ zur Aufnahme in die gemeinsame Softwarebasis vorgeschlagen werden. Civitas Connect koordiniert als neutraler Träger die Zusammenarbeit, Qualitätssicherung und offiziellen Releases. 

Die geladenen Dienstleister, CIVITAS/CORE-Community-Vertreter und das CIVITAS/CORE Team diskutiert in Berlin über die neuen Möglichkeiten der Mitwirkung und Geschäftsmöglichkeiten

Eigene Produkte auf Basis von CIVITAS/CORE entwickeln 

Ein wichtiger Baustein dieser Öffnung sind sogenannte Distributionen. Sie sollen es Unternehmen ermöglichen, auf Grundlage von CIVITAS/CORE eigenständige Produktangebote zusammenzustellen und zu vermarkten – beispielsweise mit eigener Produktidentität, ergänzenden Komponenten sowie passenden Betriebs- und Serviceleistungen.  

Der gemeinsame CORE bildet dabei die offene technische Grundlage. Unternehmen können diese mit ihrer Expertise, zusätzlichen Integrationen und individuellen Leistungen zu einem eigenen Angebot verbinden. 

Wie solche Distributionen gestaltet werden können und welche gemeinsamen Anforderungen dabei gelten sollen, ist eines der Themen der nächsten Gespräche mit den Dienstleistern. Unser Ziel ist es, Raum für unterschiedliche Produkte und Geschäftsmodelle zu schaffen und zugleich einen verlässlichen, gemeinsam gepflegten Kern zu erhalten. 

Eine hochwertige gemeinsame Basis stärkt eigenes Geschäft 

Von einer aktiven Entwicklungsgemeinschaft profitieren alle Beteiligten: Unternehmen können mit CIVITAS/CORE eigene Wertschöpfung erzielen und durch ihre Beiträge zugleich die Grundlage ihrer eigenen Angebote stärken. Entwicklungen aus einem einzelnen Kundenprojekt können auch anderen Nachnutzenden zugutekommen. Umgekehrt profitieren Dienstleister von Verbesserungen, die andere Contributors einbringen. 

Damit dieses Modell langfristig funktioniert, braucht es allerdings mehr als neue Funktionen. Entscheidend ist vor allem die dauerhafte Pflege. Sicherheitsupdates, Fehlerbehebungen, Tests, Dokumentation und die Aktualisierung technischer Abhängigkeiten sichern die Verlässlichkeit der gemeinsamen Softwarebasis, die Anbieter für ihre Kunden benötigen.  

Deshalb gilt für uns: Wartung hat Vorrang vor zusätzlichen Funktionen. Wer sich an diesen Aufgaben beteiligt, investiert auch in die langfristige Qualität und Tragfähigkeit des eigenen Geschäftsmodells. 

Wir im CIVITAS/CORE-Team sind überzeugt, dass ein aktives Contributor-Ökosystem ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Verstetigung des Projekts ist. Dazu gehören neben Dienstleistenden auch Universitäten, Freelancer, Privatpersonen, Kommunen, städtische Betriebe und Stadtwerke – es ist für jede und jeden offen.  

Beiträge sind auf unterschiedliche Weise möglich: durch Softwareentwicklung ebenso wie durch Tests, Dokumentation, fachliche Expertise oder finanzielle Unterstützung. 

Die nächsten Schritte: Zusammenarbeit konkret gestalten 

Mit dem Treffen in Berlin ist eine gemeinsame Arbeitsphase gestartet, in der die neuen Beteiligungsmöglichkeiten bis Weihnachten 2026 weiter konkretisiert werden sollen. Bis dahin wollen wir die Konzepte so konkretisieren, dass klar ist, wer sich wann und wie beteiligen kann – von der Abstimmung einer Entwicklung, über deren Prüfung und Übernahme, bis zur anschließenden Wartung. 

Erste Beiträge werden bereits umgesetzt: Drei größere Features sind bereits extern finanziert und werden als Contributions umgesetzt. Sie sind Teil der öffentlichen Roadmap und als „external-contribution“ gekennzeichnet. Ab Anfang 2027 sollen Funktionen zunehmend extern entwickelt und nach entsprechender Prüfung in den gemeinsamen Upstream übernommen werden. Parallel dazu soll die Beteiligung von Dienstleistern an der kontinuierlichen Softwarepflege wachsen. 

Die inzwischen 21 Unterzeichnungen des Letter of Intent zeigen, dass viele Unternehmen bereit sind, diesen Weg gemeinsam mit der CIVITAS/CORE-Community zu gestalten. Weitere Interessierte können sich der Absichtserklärung anschließen. Konkrete Beiträge und deren Umfang werden anschließend individuell abgestimmt. 

Jetzt beteiligen und beim nächsten Treffen mitgestalten 

Beim nächsten Treffen am Montag, den 9. November 2026, von 14 bis 16 Uhr setzen wir den Austausch in einem Online-Treffen fort.  

Unternehmen und weitere Interessierte, die CIVITAS/CORE nutzen, weiterentwickeln oder sich an der langfristigen Pflege beteiligen möchten, sind eingeladen, ihre Erfahrungen und Ideen einzubringen. 

 

Letter of Intent

Anmeldung zum nächsten Community-Treffen