CIVITAS/CORE

CIVITAS/CORE als Grundlage für Urbane Digitale Zwillinge

Urbane Digitale Zwillinge sind ein zentraler Baustein für eine datenbasierte, resiliente und zukunftsfähige öffentliche Daseinsvorsorge.
Damit sie in der Praxis funktionieren, brauchen sie jedoch mehr als Visualisierung oder einzelne Fachanwendungen:

CIVITAS/CORE übernimmt genau diese Rolle – als offene, vom öffentlichen Sektor getragene Dateninfrastruktur und Datenquelle für Urbane Digitale Zwillinge.

Was ist ein Digitaler Zwilling?

Angelehnt an die DIN SPEC 91607, die aus dem Projekt Connected Urban Twins (CUT) hervorgegangen ist, verstehen wir einen Urbanen Digitalen Zwilling als:

Im Unterschied zu Digitalen Zwillingen aus der Industrie beziehen sich Urbane Digitale Zwillinge nicht auf einzelne Produkte oder Anlagen, sondern komplexe städtische Systeme, Infrastrukturen und Prozesse.

Ein Urbaner Digitaler Zwilling entsteht dabei nicht aus einem einzelnen monolithischen System. Er basiert vielmehr auf der Zusammenführung und Integration verschiedener digitaler Ressourcen sowie auf der Verknüpfung physischer und nicht-physischer Elemente.

Leitlinien für Urbane Digitale Zwillinge

Ergänzend zur DIN SPEC wurden im Projektkontext entwickelte Erfahrungen und Leitlinien zum Einsatz Urbaner Digitaler Zwillinge in der Urban Digital Twin Charta Wuppertal gebündelt.

Sie bietet eine praxisnahe Orientierung für den Aufbau und Betrieb Urbaner Digitaler Zwillinge im öffentlichen Sektor.

Zur Charta: https://www.offenedaten-wuppertal.de/dataset/urban-digital-twin-charta-wuppertal

Warum Urbane Digitale Zwillinge eine starke, gemeinsame Datenbasis brauchen

Ein belastbarer Urbaner Digitaler Zwilling lebt von der Qualität seiner Datenbasis. Er benötigt:

  • die Integration von Daten aus verschiedenen Fachsystemen und Quellen
  • konsistente Datenmodelle und semantische Ordnung
  • sichere, kontextbezogene Datenbereitstellung
  • Schnittstellen für Austausch, Analyse und Weiterverarbeitung
  • die Möglichkeit, Daten aktuell zu halten und mit realen Entwicklungen abzugleichen

Vom Rohdatenbestand zur Handlung

Diese Darstellung angelehnt an die DIN SPEC 91607 zeigt den Weg von Rohdaten hin zu Erkenntnissen und Handlungsmöglichkeiten. Urbane Digitale Zwillinge entstehen durch die schrittweise Integration, Strukturierung und Kontextualisierung von Daten.

CIVITAS/CORE setzt dabei auf den unteren Ebenen an und bildet die Grundlage für Analyse, Erkenntnis und Handlung. Denn gerade hier liegen in der Praxis oft die größten Herausforderungen: Daten sind verteilt, Standards uneinheitlich, Schnittstellen heterogen und Zuständigkeiten komplex.

DIN e. V., DIN SPEC 91607:2024-11 (angepasst), CC BY 4.0

Welche Rolle spielt CIVITAS/CORE?

CIVITAS/CORE ist kein fertiger Urbaner Digitaler Zwilling.

Als offene, Urbane Datenplattform bzw. der Softwarekern übernimmt der CIVITAS/CORE:

  • Datenintegration
  • Datenmodellierung
  • Rechte- und Zugriffsmanagement
  • Schnittstellenmanagement

Dadurch entstehen:

  • unterschiedliche fachliche Sichten
  • flexible Use Cases
  • mehrere Digitale
  • Zwillinge auf einer gemeinsamen Basis

Was CIVITAS/CORE konkret ermöglicht

CIVITAS/CORE erleichtert die Integration von Fachverfahren, Echtzeitdaten, Sensorik und weiteren kommunalen Datenquellen. So entsteht eine verlässliche, gemeinsame Datengrundlage für Zwillingsanwendungen.

CIVITAS/CORE setzt auf ein modellzentriertes Datenmanagement. Das hilft, unterschiedliche Datenstandards, Schnittstellen und Domänen steuerbar zu machen und schafft die Voraussetzung für konsistente digitale Abbilder kommunaler Realität.

Für Urbane Digitale Zwillinge reicht es nicht, Daten nur zu speichern. Sie müssen passend für Fachbereiche, Anwendungen und Prozesse bereitgestellt werden. CIVITAS/CORE ermöglicht ein einheitliches Zugriffs- und Berechtigungsmanagement sowie flexible Freigabestrukturen. Dadurch können auch neue organisatorische Rollen im Kontext Urbaner Digitaler Zwillinge technisch unterstützt werden.

CIVITAS/CORE schafft keine starre Einzellösung, sondern eine wiederverwendbare Grundlage. Dadurch können unterschiedliche Digitale Zwillinge und Analyseanwendungen parallel auf derselben Infrastruktur aufbauen. Gleichzeitig können diese Lösungen auf unterschiedliche Nutzergruppen zugeschnitten werden.

Lösungen, Konnektoren und Datenmodelle, die für und mit CIVITAS/CORE entwickelt werden, lassen sich zwischen Nutzenden übertragen. Das reduziert Integrationsaufwände, senkt Kosten und beschleunigt die Einführung neuer datenbasierter Anwendungen.

Warum das für den öffentlichen Sektor relevant ist?

CIVITAS/CORE wird gemeinschaftlich von Akteuren des öffentlichen Sektors entwickelt. Ziel ist eine offene, souveräne und langfristig tragfähige Dateninfrastruktur, bei der Anforderungen, Architektur und Weiterentwicklung in öffentlicher Hand bleiben.

Das schafft mehrere Vorteile:

  • Digitale Souveränität statt Abhängigkeit von einzelnen Anbietern
  • Transparenz und Nachnutzbarkeit durch Open Source
  • wirtschaftliche Effizienz durch gemeinschaftliche Entwicklung
  • Wissenstransfer und Standardisierung über kommunale Grenzen hinweg
  • ein offenes Dienstleister-Ökosystem für Betrieb, Integration und Weiterentwicklung

Sie möchten Digitale Zwillinge auf eine belastbare Datenbasis stellen?

Mit CIVITAS/CORE entsteht ein offener Softwarekern für Urbane Datenplattformen, der Datenintegration, Modellierung, Rechteverwaltung und Schnittstellenmanagement zusammenführt — als Grundlage für Urbane Digitale Zwillinge und weitere datengetriebene Anwendungen.

Sprechen Sie mit uns über Einsatzmöglichkeiten, Kooperationen und die Weiterentwicklung von CIVITAS/CORE.

Mathias Renner

Community Manager CIVITAS/CORE

m.renner@civitasconnect.digital
Mobil  +49 175 26 42 22 6