CIVI/CON 2023 

Digitale Transformation in der Daseinsvorsorge 

Am 20. September 2023 fand zum ersten Mal die CIVI/CON statt, ein Kongress für die Gestalter der Digitalisierung in der Daseinsvorsorge und der Umsetzung von Smart-City-Lösungen, in der Historischen Stadthalle Wuppertal. Die Veranstaltung vereinte Entscheidungsträger und Experten aus der kommunalen Fachwelt, um die digitale Transformation der Daseinsvorsorge auf kommunaler Ebene zu diskutieren und Strategien für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Kommunen und kommunalen Versorgern zu entwickeln. 

Angesichts einer zunehmend digitalisierten Welt steigen die Anforderungen an eine angemessene Grundversorgung in Städten und Gemeinden erheblich an. Der uneingeschränkte Zugang zu digitalen Informationen, Technologien und Diensten ist entscheidend, um allen Bürgern eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Die CIVI/CON betonte die Wichtigkeit einer partnerschaftlichen Kooperation zwischen Stadtwerken und Kommunen als Schlüssel für eine zeitgemäße, digitale Daseinsvorsorge. 

Panel-Diskussionen und Impulsvorträge 

In den verschiedenen Panels und Impulsvorträgen wurden Schlüsselaspekte der digitalen Transformation in der kommunalen Daseinsvorsorge behandelt. Die Veranstaltung begann mit einer Begrüßung von Moderatorin Astrid Frohloff, Markus Hilkenbach (Vorsitzender der Geschäftsführung, WSW Wuppertaler Stadtwerke GmbH) und Prof. Dr. Uwe Schneidewind (Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal). Im ersten Panel wurden Konzepte für die flächendeckende Digitalisierung in Deutschland diskutiert und die Rolle von Smart City-Lösungen erörtert. Ein Impulsvortrag von Ulrich Ahle (Chief Executive Officer FIWARE Foundation) beleuchtete, was Deutschland von anderen Ländern in Bezug auf die Digitalisierung im öffentlichen Bereich lernen kann. 

Die Veranstaltung setzte sich mit weiteren Panels und Impulsen fort, die Fragen zur digitalen Daseinsvorsorge auf lokaler und regionaler Ebene sowie zur Rolle von kommunalen Versorgern und Unternehmen bei der Umsetzung von Digitalisierungsprojekten behandelten. Zusätzlich wurde das enorme Potenzial verdeutlicht, welches in dieser Zusammenarbeit steckt und noch stärker ausgeschöpft werden kann.  

Das Potenzial der Kooperation 

Besonders angesichts der Herausforderungen der letzten drei Jahre, einschließlich der COVID-19-Pandemie und der aktuellen Energiekrise, ist es entscheidend, das Momentum zu nutzen. Die CIVI/CON forderte dazu auf, die Implementierung von Smart-City-Lösungen partnerschaftlich und gezielt voranzutreiben. Die Diskussionen und Erkenntnisse werden zweifellos dazu beitragen, eine nachhaltige und innovative Zukunft der Daseinsvorsorge in unseren Städten und Gemeinden zu gestalten. Wir freuen uns auf die Fortsetzung dieses wichtigen Dialogs in den kommenden Jahren. 

Besuchen Sie uns auf der E-world

Sie interessieren sich für eine nachhaltige Gestaltung unserer Lebensräume? Dann besuchen Sie uns auf der E-world! Wir zeigen Ihnen gerne, wie Civitas Connect Stadtwerke, Städte und Kommunen vernetzt, um gemeinsam nachhaltige Lösungen für unsere Lebensräume zu gestalten.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch in Halle 3 am Stand 445.

Die E-world ist die Leitmesse der Energie- und Wasserwirtschaft und bietet eine hervorragende Plattform, um Ideen und Innovationen im Bereich der Nachhaltigkeit zu präsentieren und zu diskutieren.

stadt+werk-Interview: Mehrwerte durch Kooperation

Wenn Städte und Kommunen mit Stadtwerken kooperieren, lassen sich zielgerichtet Potenziale der Smart City und Smart Region heben. Wie wir als Verein dazu beitragen, die richtigen Ansprechpartner zu verbinden und welche Mehrwerte für Kreise und Städte daraus entstehen können, berichten Hendrik Gericks von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken mbHPhilipp Reis vom Landkreis Sankt Wendel und Dr. André Wolf von der Stadt Münster im aktuellen Stadt + Werk Interview.

Lesen Sie selbst: https://www.k21media.de/_files/downloads/stadt+werk_09-10_2022_Interaktiv.pdf

Konstituierende Sitzung des Lenkungskreises 

Anfang September fand, in den Räumen der ENERVIE – Südwestfalen Energie und Wasser AG in Hagen, die konstituierende Sitzung unseres neuen Lenkungskreises statt. Das Gremium wurde mit der Strategie- und Satzungsänderung Mitte dieses Jahres ins Leben gerufen. Für uns ist es ein großer Gewinn, unsere Arbeit und die geplanten Aktivitäten durch die verschiedenen Blickwinkel der erfahrenen Mitglieder besprechen zu können und ergänzen zu lassen.

Allen ist klar, dass wir auf dem Weg zur SmartCity oder #SmartRegion klare Mehrwerte für Kommune und BürgerInnen schaffen müssen. Dazu müssen wir über reine IoT-Lösungen hinausgehen. Dies wird ein Fokus des Lenkungskreises sein: Die Initiierung und Konkretisierung gemeinsamer Entwicklungsprojekte im Verein.  
Über diesen greifbaren Weg soll das Themenfeld digitale Daseinsvorsorge für alle nutzbar werden und klar Mehrwerte liefern.

Der Lenkungskreis setzt sich aus den folgenden Mitgliedern zusammen: 
SWTE Netz GmbH & Co. KG, Richard Domin 
bnNETZE GmbH, Robin Grey 
TraveKom Telekommunikationsgesellschaft mbH, Jan Hedtfeld 
WSW Wuppertaler Stadtwerke GmbH, Sören Högel 
Stadtwerke Münster GmbH, Stefan Kohake 
SWO Netz GmbH, Ingo Lemme 
Bielefelder Netz GmbH, Sebastian Löbbert 
ENERVIE Service GmbH, Julia Peltzer 
Westfalen Weser Netz GmbH, Mike Süggeler 
Stadtwerke Garbsen GmbH, Daniel Wolter 

Workshop & Exkursion zu kommunalen Services

Welche Dienstleistungen können der Kommune angeboten werden? Wo besteht Handlungsdruck und wo gibt es bereits gute Ideen? Wo kommt man bei der Entwicklung eines zugehörigen Geschäftsmodells an seine Grenzen? Wie wird der Service „rund“?

Gemeinsam haben wir diese Fragen in einem Workshop beleuchtet und so einen Grundstein für die kommenden Arbeitsgruppen mit Fokus auf die Kommune und kommunale Services gelegt. Der Workshop wurde durch Anna-Lena Meiners, unserem Neuzugang bei Civitas Connect, koordiniert und geleitet. Sie übernimmt auch die Überführung der Ergebnisse in die Arbeitsgruppen von Civitas Connect. Zuvor hat die studierte Landschaftsarchitektin, Regionalraumentwicklerin und Freiraumplanerin als Teamleiterin Smart City bei der Stadt Osnabrück gearbeitet.

Der Workshop fand in den Räumlichkeiten der badenova AG & Co. KG statt. Warum? Weil die Netztochter bnNETZE GmbH direkt nebenan in Neuenburg am Rhein die Landesgartenschau als Reallabor und Schaufenster für kommunale Services nutzt. Nach einem abendlichen Stadtrundgang durch Freiburg ging es am zweiten Tag bei trüben Wetteraussichten also auf die Landesgartenschau. Die Führung, die sonst eigentlich nur Bürgermeister der umliegenden Kommunen vorbehalten ist, konnte anschaulich verdeutlichen, wie Bodenfeuchtigkeitsmessungen, Parkplatzüberwachung, CO2-Messung, Lautstärkemessung, Rheinpegelüberwachung und weitere Use Cases mithilfe von IoT abgebildet werden können.

Die Ergebnisse sind übrigens alle hier einsehbar: https://badenovanetze.de/kommunen/smart-village/landesgartenschau-2022/

Besten Dank an die KollegInnen der bnNETZE für die Unterstützung und Räumlichkeiten.

Strategische Neuausrichtung bei Civitas Connect e. V.

Civitas Connect vergrößert seinen Vorstand

Münster, 10.05.2022. Am 04.05. fand in Münster die Mitgliederversammlung des Vereins Civitas Connect e.V. – dem im Juni 2020 gegründeten, bundesweit tätigen Verein zur Förderung der Kooperation auf kommunaler Ebene – statt. Thematischer Kern der Mitgliederversammlung war die Weiterentwicklung des Vereins. Die nach zwei Jahren Pandemie erstmalig als Präsenzveranstaltung durchgeführte Versammlung führte zu einstimmig gefällten Entscheidungen für eine Fokussierung der Know-how-Aufbereitung und gemeinsamen Lösungsentwicklung. Neben einer besseren Ressourcenausstattung wurde ein neues Gremium als Bindeglied zwischen strategischer und operativer Ebene eingeführt. Außerdem wurde der Vorstand um vier weitere Beisitzer vergrößert.

„Der Sitzung ist ein längerer, sehr intensiver Strategieprozess vorausgegangen“, berichtet Ralf Leufkes, Geschäftsleiter des Vereins. „Der Vereinsvorstand hat zusammen mit verschiedenen Mitgliedern im Winter 2021 selbstkritisch resümiert, was mehr als ein Jahr nach Gründung im Verein gut lief und an welchen Stellen sich noch Optimierungspotentiale bieten“, führt Ralf Leufkes aus. Im Ergebnis wurde festgestellt, dass Civitas Connect einerseits sein Informationsangebot für die Mitglieder ausbaut und dies noch leichter zugänglich gemacht werden soll. Andererseits sollen an den verschiedensten Stellen nun aktiv die gemeinschaftliche Entwicklung von Smart-City-Konzepten durch IT-Unterstützung in Form von erweitertem Hardwareeinsatz unterstützt und durch gezielte Softwareentwicklung begleitet werden. Um die Ziele zu erreichen, die sich die Vereinsmitglieder, insgesamt annähernd fünfzig Stadtwerksunternehmen, Städte und Landkreise, selbst gesetzt haben, werden die personellen Vereinsressourcen durch neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vergrößert. Zukünftig werden ein gemeinsames Anforderungsmanagement und das Projektmanagement gemeinsamer Entwicklungsprojekte im Verein gebündelt, um so mit den Vereinsmitgliedern neue Lösungen zu entwickeln. Dabei gilt das neu aufgestellte Motto „Vernetzt und nachhaltig Lebensräume entwickeln“ für die kooperativen Projekte aus Digitalisierung, Smart-City-Entwicklung, Dekarbonisierung und gezieltem Technologieeinsatz, wie IoT und KI. Begleiten wird ein neu gegründetes Steuerungsgremium in Form eines Lenkungskreises, der operativ priorisiert, die Projekte begleitet und als Bindeglied zwischen Strategie und Projektebene und so auch zwischen Vorstand und Projekten agiert. Die Einigkeit des Vereins zeigt sich darin, dass die Entscheidungen für die neue Strategie einstimmig getroffen wurden.

Einhergehend mit der strategischen Neuausrichtung wurde eine Erweiterung des Vereinsvorstands beschlossen. Neu in den Vorstand wurden Dr. Olaf Hornfeck (Vorstand Städtische Werke AG), Dr. Nils Neusel-Lange (Geschäftsführer Bielefelder Netz GmbH), Sebastian Jurczyk (Vorsitzender der Geschäftsführung Stadtwerke Münster GmbH) sowie Heike Heim (Vorsitzende der Geschäftsführung Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH, DEW21) gewählt.  

„Wir tauschen uns bei Civitas Connect aus und bringen unsere Erfahrungen ein. Je mehr aus diesen Piloten Standards abgeleitet werden, desto stärker profitieren wir voneinander. Die neue Struktur ermöglicht die zentrale Aufbereitung und Ausarbeitung der notwendigen Themen.“ Erklärt Dr. Nils Neusel-Lange.

Alle bisherigen Vorstandmitglieder wurden, durch eine Satzungsänderung zur Verlängerung der Wahlperioden, für zwei bzw. drei weitere Jahre in ihren Ämtern bestätigt. „Damit sind für die Zukunft die richtigen Weichen gestellt worden. Das Interesse an der Kooperationsplattform Civitas Connect ist so groß wie nie“, freut sich Ralf Leufkes.

Über Civitas Connect e. V.

Civitas Connect ist eine neutrale und leistungsstarke Kooperationsplattform kommunaler Unternehmen. Die Vereinsmitglieder, zu denen drei Städte, zwei Landkreise sowie kommunale Energiedienstleister gehören, möchten zusammen aktiv die Smart City bzw. Smart Region gestalten. Die Vernetzung kommunaler Unternehmen der Versorgungswirtschaft und die Schaffung von Mehrwerten sowie die gemeinsame Produkt- und Lösungserarbeitung sind zentrale Bestandteile des Vereins.

Redaktionskontakt

Civitas Connect und items GmbH & Co. KG
Andreas Müller
Hafenweg 7 48155 Münster
Telefon: +49 251 20 83-1124
a.mueller@itemsnet.de www.itemsnet.de

Stadtwerke und Wärmewende – Was kann die Geothermie leisten

5. Webinar im Rahmen der CiviTalk-Reihe

Civitas Connect als kommunale Kooperationsplattform und die neue Landesgesellschaft NRW.Energy4Climate zusammen mit der EE ENERGY ENGINEERS GmbH unterstützen gemeinsam Stadtwerke bei der digitalen Daseinsvorsorge. Dazu möchten wir in einer Workshopreihe Anwendungsfälle und Forschungsbedarfe bei diversen Fachthemen zusammenbringen. In den Workshops möchten wir den Stand der Wissenschaft themenbezogen erörtern und Forschungsideen identifizieren. Dabei widmet sich die kommende Veranstaltung speziell dem Thema Wärmewende und Geothermie. Eingeladen sind wieder insbesondere Mitarbeitende kommunaler Energieversorger.

Eine erfolgreiche Transformation unseres Energieversorgungssystems lässt sich nur unter Berücksichtigung der Wärmeversorgung sicherstellen. In Zusammenhang mit den Klimazielen spielt Fernwärme und die Nutzung der vorhandenen Erdwärme für die Stadtwerke als Infrastrukturbetreiber eine zentrale Rolle. Prof. Dr. Rolf Bracke vom Fraunhofer Institut für Energieinfrastrukturen und Geothermie wird über den Stand der Forschung im Bereich Geothermie und über verschiedene Projekte in NRW berichten. Anschließend wird Herr Markus Bieder, Leiter Wärme- und Stromerzeugung und Erneuerbare Wärme bei den Stadtwerken Münster, über den Stand und die Perspektiven des tiefen Geothermie-Projekts in Münster berichten.


Zeit

Donnerstag, den 24.02.2022 von 14:00 bis 16:00 Uhr.


Speaker

Prof. Dr. Rolf Bracke

Institutsleiter des Fraunhofer IEG

Prof. Rolf Bracke ist seit Dezember 2019 gemeinsam mit Prof. Mario Ragwitz Institutsleiter des Fraunhofer IEG. Zuvor baute er seit 2003 als Gründungsdirektor und Vorstandsvorsitzender das Internationale Geothermiezentrum Bochum (GZB) als NRW-Verbundforschungseinrichtung von Wissenschaft und Wirtschaft auf.

Innerhalb der Fraunhofer-Gesellschaft koordiniert Rolf Bracke die Forschung zur Dimension Wärme für die Institute der Fraunhofer Allianz Energie und des Clusters of Excellence Integrierte Energiesysteme.

Als ordentlicher Professor der Ruhr-Universität Bochum hat er an der Fakultät für Maschinenbau den Lehrstuhl für Geothermische Energiesysteme inne. Dort versteht sich der an der RWTH Aachen promovierte und diplomierte Geologe als Brückenbauer zwischen den Naturwissenschaften und den Ingenieurwissenschaften. Zuvor bekleidete er von 2002 bis 2020 die Professur für Geothermie und Umwelttechnik im Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwesen der Hochschule Bochum und hatte zwischen 2006 und 2009 das Amt des Vize-Präsidenten für Forschung inne.


Markus Bieder

Leiter Wärme- und Stromerzeugung und Erneuerbare Wärme bei den Stadtwerken Münster

Markus Bieder leitet seit 2012 den Bereich Wärme- und Stromerzeugung, Erneuerbare Wärme bei den Stadtwerken Münster. Der Bereich befasst sich mit der Planung und dem Bau von KWK-Anlagen und betreibt das GuD-Heizkraftwerk am Hafen, über 70 BHKW im Stadtgebiet Münsters sowie weitere Erzeugungsanlagen für Dritte und aktuell mit der Transformation der konventionellen zu einer grünen Wärmeerzeugung.

Vor seiner Tätigkeit in Münster war der diplomierte Energietechniker über 20 Jahre bei der RWE in verschiedenen Funktionen aktiv, zuletzt als Kraftwerksleiter der GuD-Anlage Ludwigshafen am Stammsitz der BASF.

Im Sinne der ausdrücklichen Gewissheit, dass hinter jedem Erfolg die Teamleistung steht und insbesondere gut qualifizierte und starke Mitarbeiter_innen engagiert sich Markus Bieder in der Energiebranche etwas abseits der klassischen Ingenieurthemen und leitet den Ausbildungsausschuss der KWS Energy Knowledge und die Technical Group „Betriebsführung“ bei der VGB PowerTech.